Kurz nach meinen ersten Berührungspunkten mit dem Siebdruck, mit dem intuitives, seitenrichtiges Arbeiten möglich ist, begann ich mit Holzschnitt zu arbeiten. Nach einer Eingewöhnungsphase fiel mir das seitenverkehrte Denken und Planen zunehmend leichter. Ich entwickelte schnell eigene Formate und Techniken. Seit 2008 widme ich mich inhaltlich vermehrt den Themen: Matriachale Kulturen, Frauen, weibliche Kraft, weibliche Symbolik und Göttinnen der Ur- und Frühgeschichte sowie Elemente und Lebenszyklen. Zu diesen Themen fühle ich mich persönlich und in meinem Umfeld stark verbunden. Inspiration und Anwendung findet meine Kunst beispielsweise in Tanz- und Ritualkreisen in den ich seit einigen Jahren aktives Mitglied bin. Motivvorlagen und Anregungen meiner zum Großteil freien Ausgestaltung finde ich abseits dieser Kreise in archäologischen Funden, Sagen und mündlichen Überlieferungen.
Holzschnitt
Was jahrelang als ungelöstes Projekt in einer Kiste lagerte, wurde durch eine spontane Zusammenarbeit zu neuem Leben erweckt: Aus kleinen Taschen aus hochwertigen Polsterstoffen entstanden individuelle Unikate mit künstlerischen Motiven - im Auftrag des Matriaval e.V.
Die ungewöhnlichen Materialien, kräftigen Strukturen und vielfältigen Stoffmuster stellten zunächst eine gestalterische Herausforderung dar. In der Zusammenarbeit mit Petra Treptow und Uscha Madeisky entstanden neue Ansätze, die das Besondere der Stoffe aufgriffen und sichtbar machten. So verwandelten sich vergessene Fundstücke in eine Serie charaktervoller Taschen – zwischen Kunstobjekt, Gebrauchsgegenstand und kreativem Experiment.
Ein Gemeinschaftsprojekt von Gerlinde Hofmann, Petra Treptow und Uscha Madeisky.